Bündnis Sozialticket

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Aktionen Fürth: Sozialforum übergibt über 10.000 Unterschriften für ein Sozialticket

Fürth: Sozialforum übergibt über 10.000 Unterschriften für ein Sozialticket

E-Mail Drucken PDF

Sozialforum übergibt vor der Stadtratssitzung am 30.09.2009 über 10.000 Unterschriften für ein SozialticketFast 11.000 Unterschriften für ein Sozialticket an Oberbürgermeister Thomas Jung

Fürth, 30.09.2009. Seit Beginn der Kampagne arbeitet das Fürther Sozialforum in einem regionalen „Bündnis Sozialticket“ mit. Hier haben sich Gruppen (hauptsächlich die jeweiligen Sozialforen) aus Nürnberg, Fürth und Erlangen zusammengeschlossen, um gemeinsam für ein Sozialticket in der Region zu kämpfen.

Für 11,23 € monatlich, so die Forderung sollen ärmere Mitbürger, wie Niedriglöhner, Studenten, Rentner mit geringer Rente, Flüchtlinge, Sozialhilfeempfänger, und vor allem die sog. Hartz IVler, eine personengebundene Monatskarte kaufen können.

11,23 €, das ist genau der Betrag, der bei der Festlegung des Regelsatzes für Empfänger von ALG II für „fremde Verkehrsdienstleistungen“ zugrunde gelegt wird.

Eine der Aktivitäten um die Einführung eines Sozialtickets zu popularisieren und auch politisch durchzusetzen, ist eine Unterschriftensammlung. Im Großraum haben bisher schon fast 11.000 Menschen mit ihrer Unterschrift diese Forderung unterstützt. Die Unterstützung erfolgte dabei keineswegs nur durch die Betroffenen, sondern fand auch gute Resonanz bei Menschen, die nicht befürchten müssen, dass sie ihr Einkommen jemals so gering sein wird, dass sie in den Genuss eines Sozialtickets kommen werden. So unterzeichneten z.B. auch viele Besucher des Sommernachtsballs die Unterschriftslisten.

Eine Forderung nach einem Sozialticket allerdings zum Preis von 18,10 € wurde in Fürth schon mehrheitlich im November 2007 im Beirat für Sozialhilfe verabschiedet. Allerdings, nur für den Fall, dass diese Regelung einvernehmlich in den VGN Gremien durchsetzbar ist. Eingebracht hatten diesen Antrag als Teil eines Forderungskatalogs des Sozialforums, damals die Grünen und auch die CSU Fraktion. Auch die SPD-Vertreter haben diesen Antrag unterstützt. Wir erwarten jetzt von der Stadt Fürth, dass sie sich engagierter als bisher für ein Sozialticket in den VGN-Gremien stark macht.

Die Wirtschaftskrise kann keine Ausrede sein, hier untätig zu bleiben. Im Gegenteil, gerade bei der zu erwartendenden zunehmenden Arbeitslosigkeit und steigender Armut erwarten wir einen Ausbau der sozialen Leistungen durch die Stadt. Die Möglichkeit zur Mobilität ist die Grundvoraussetzung zur Verhinderung von Ausgrenzung. Und den Betroffenen fehlt immer mehr das Verständnis dafür, dass Milliarden für die Rettung der Banken ausgegeben werden, aber für sie kein Geld da sein soll. Ohnehin kann ein Sozialticket für die Kommunen so teuer gar nicht werden. Es muss kein Bus und keine U-Bahn mehr fahren als bisher. Die Einnahmeausfälle durch die verbilligten Karten halten sich angesichts der geringen Einkünfte der Betroffenen sicherlich auch in unserer Region in Grenzen. 

Erst mit der Einführung eines Sozialtickets können sie sich „den Luxus einer Benutzung von Bussen und U-Bahn“ leisten. Die Einführung eines Sozialtickets bringt jedenfalls, so zeigen die Erfahrungen in Städten, die bereits ein Sozialticket eingeführt haben, ein deutliches Plus bei den Fahrgastzahlen und wachsende Einnahmen mit sich. Am Beispiel Dortmund, das ein Sozialticket für 15 € eingeführt hat, lässt sich dies unschwer nachweisen. Und es bringt den Nutznießern, darunter ein hoher Prozentsatz alleinstehender Mütter, ein großes Plus an Lebensqualität.
Mit der Übergabe der Unterschriftenlisten wollen wir gleichzeitig auf die, für den 10.Oktober angemeldete Demonstration „Mobilität für Alle, Sozialticket jetzt!“ hinweisen und für die Teilnahme werben. Die Demonstration hat ihren Auftakt in Nürnberg und Erlangen und endet dann mit einem gemeinsamen Abschluss in Fürth.
Mehr Infos zu den Demonstrationen am 10. Oktober 2009

Die Wirtschaftskrise kann keine Ausrede sein, hier untätig zu bleiben. Im Gegenteil, gerade bei der zu erwartendenden zunehmenden Arbeitslosigkeit und steigender Armut erwarten wir einen Ausbau der sozialen Leistungen durch die Stadt. Die Möglichkeit zur Mobilität ist die Grundvoraussetzung zur Verhinderung von Ausgrenzung. Und den Betroffenen fehlt immer mehr das Verständnis dafür, dass Milliarden für die Rettung der Banken ausgegeben werden, aber für sie kein Geld da sein soll.

Sozialforum Fürth für ein Sozialticket im VGN

Seit Beginn der Kampagne arbeitet das Fürther Sozialforum in einem regionalen „Bündnis Sozialticket“ mit. Hier haben sich Gruppen (hauptsächlich die jeweiligen Sozialforen) aus Nürnberg, Fürth und Erlangen zusammengeschlossen, um gemeinsam für ein Sozialticket in der Region zu kämpfen.