Das Bündnis Sozialticket übergibt erneut 1500 Unterschriften

Donnerstag, 12. Juli 2012 um 00:00 Uhr
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Nürnberg, 12.07.2012. Anlässlich der Vorstellung der Sozialticket-Studie: Das Bündnis Sozialticket übergibt erneut 1500 Unterschriften für ein Sozialticket, das den Namen verdient.

Im Rahmen der Aktion „Gelbe Postkarte – keine Fahrpreiserhöhung, Sozialticket jetzt!“ hat das Bündnis Sozialticket in den letzten Wochen Unterschriften gesammelt.

1500 BürgerInnen der Stadt schlossen sich bisher der Forderung des Bündnisses für ein echtes Sozialticket an. Die unterschriebenen Postkarten wurden vor der Sitzung des Sozialausschusses dem Sozialreferenten Reiner Prölß überreicht. Auf der Sitzung wurden die Ergebnisse einer 2010 von der Stadt und VAG beschlossenen Studie zum Mobilitätsverhalten der Nürnberg-Pass-BesitzerInnen vorgestellt. Sie soll, nach dem Willen der Stadtspitze, als Grundlage für weitere Überlegungen zum Thema Sozialticket genommen werden. Zu den Haushaltsberatungen im Oktober 2012 sollen Anträge vorbereitet werden.

Das Bündnis Sozialticket freut sich, dass das Thema „Mobilität für Alle“ wieder von der Stadt Nürnberg aufgegriffen wird, nachdem über ein Jahr lang immer nur auf die Studie verwiesen wurde, während weiter Tausende arme und von Armut bedrohte Menschen faktisch durch teure Tickets vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen sind.

Bereits im Oktober 2009 wurden dem Oberbürgermeister Dr. Maly über 12.000 Unterschriften übergeben, doch bisher ohne Resonanz und mit dem Verweis auf die Mobilitätsstudie.

Seit Oktober 2008 setzt sich das Bündnis Sozialticket für ein Sozialticket im VGN ein. Dies vor allem deshalb, weil der Preis für den hiesigen Nürnberg-Pass weit über den Kosten die der monatliche Hartz IV-Regelsatzes für Mobilität liegt und daher nicht von einem Sozialticket geredet werden kann.


Damit greift das Bündnis Sozialticket eine sozialpolitische Fehlsteuerung auf, die erhebliche Auswirkungen zur Folge hat. Immer mehr Menschen können sich immer weniger Mobilität leisten. Dabei ist die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ein wichtiges Element für Lebensqualität und ein wesentlicher Grad von Demokratisierung.

Das Bündnis Sozialticket kritisiert die derzeitige Fahrpreisentwicklung- und gestaltung. Preiserhöhungen von über 30% sind im Hinblick auf soziale Mobilität und Umwelteffekte kontraproduktiv und daher abzulehnen.

Dieter Maly, links,
Leiter des Amtes für Existenzsicherung und soziale Integration,
Sozialamt der Stadt Nürnberg

Postkarte Vorderseite & Rückseite

Fotos: Privat