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Kommentar: Das Sozialticket muss endlich her!

Preise der ermäßigten Karten in Nürnberg liegen noch immer deutlich über den Hartz-IV-Sätzen - 29.11.2012


NÜRNBERG - Die beschämende Diskussion um die Einführung eines Sozialtickets in Nürnberg wurde in der vergangenen Woche um ein weiteres Kapitel ergänzt, als eine probeweise Einführung eines günstigeren Tickets – einmal mehr – abgelehnt wurde. Dabei muss gerade den ärmeren Mitbürgern gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden. Und dazu gehört nun einmal auch die Mobilität.

 

Wie groß das Bedürfnis nach Mobilität auch bei ärmeren Menschen ist, zeigt in negativer Hinsicht das Beispiel Dortmund: Dort hatte man bis Ende 2009 für 15 Euro im Monat ein Sozialticket im Angebot. Anzahl der Nutzer? Etwa 28.000! Danach wurde der Preis allerdings auf mehr als das Doppelte erhöht. Die Folge: über 20.000 einkommensschwache Menschen konnten danach nicht mehr regelmäßig Busse und Bahnen nutzen. Ganz klar geht aus diesem Beispiel hervor, wie wenig Spielraum den Armen bleibt, um ihr offensichtliches und vollkommen verständliches Mobilitätsbedürfnis zu erfüllen.

Zum Vergleich ein Blick nach Nürnberg: Im Jahr 2011 hatte die VAG von ihren ermäßigten Tickets für die insgesamt etwa 37.000 Besitzer des Nürnberg-Passes gerade einmal 6000 Stück pro Monat verkauft. Diese ermäßigte Karte gibt es für 30,80 Euro, allerdings mit Ausschlusszeit zwischen 6 und 8 Uhr morgens.

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Quelle: Johannes Barthel, Nordbayern.de, 29.11.2012