Bündnis Sozialticket

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Pressemitteilungen

Kundgebung gegen Fahrpreiserhöhung in Fürth

Wir, die Fürther Erwerbslosen-Initiative (FEI) und das Fürther Sozialforum, rufen die Menschen in Fürth und Nürnberg auf, am 27. Juli 2011, 14.00 Uhr zur Kundgebung am Fürther Kohlenmarkt zu kommen, um mit uns zusammen gegen die mögliche Fahrpreiserhöhungen zu demonstrieren.

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Nürnberg: Demo gegen 30% Fahrpreiserhöhung

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Nürnberg, 22.7.2011. Demo gegen 30% Fahrpreiserhöhung – Redebeitrag vom Bündnis Sozialticket.

Liebe Freundinnen und Freunde,

eigentlich sollte der öffentliche Nahverkehr, als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, kostenlos sein. Wenn aber schon dafür bezahlt werden muss, dann sollte er zumindest für Alle erschwinglich sein.

Leider sieht die traurige Realität anders aus. Viele Menschen würden gerne Busse und Bahnen nutzen, aber es fehlt das Geld für ein teures VAG-Ticket.

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„Fürther Modell“ entsetzt das Sozialforum

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Leserbrief: „Fürther Modell“ entsetzt das Sozialforum

Endlich scheint sie richtig angekommen zu sein, die Erkenntnis, dass ein Sozialticket unabdingbare Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe darstellt. Alle auf dem Podium, einschließlich Sepp Körbl bejahten die Notwendigkeit eines Sozialtickets. Aber ungenannte VGN-Partner stellen sich gegen die flächendeckende Einführung und so entstünden dann der Stadt immense Ausgleichskosten. Wir wollen jetzt endlich wissen, wer denn da genau für die Einführung ist und welche der Regionalpolitiker dagegen sind. Vielleicht könnte das „outen“ dieser Politiker die Front der „asozialen“ Gegner deutlich bröckeln lassen? Sollten es mehrheitlich „christliche“ Politiker sein? In Fürth unterstützten führende Kirchenmänner die Einführung eines Sozialtickets, z.B.  indem sie als Erstunterzeichner für eine Unterschriftenliste fungierten, die dann im Großraum von 13.000 Menschen unterschrieben wurde. In Nürnberg ergab eine über das Stimmungsbarometer (100 Studenten der Uni Erlangen-Nürnberg befragten dabei 1000 Nürnberger, die Umfrage kann also als durchaus seriös gewertet werden) eine Zustimmung von 87 % für ein Sozialticket (Bericht in den FN).
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„Fürther Modell“ ersetzt das Sozialticket. Tut es das wirklich?

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Leserbrief: „Fürther Modell“ ersetzt das Sozialticket. Tut es das wirklich?

Mit der Finanzierbarkeit eines Sozialtickets ist es wie mit der Sicherheit von AKWs. Es kommt ganz darauf an, welche Annahmen man macht. Spielen wir das einmal für das Fürther Sozialticket durch und nehmen zwei extreme Voraussetzungen an. In Fürth gibt es wahrscheinlich 7000 Menschen, die Anspruch auf ein Sozialticket hätten – genaue Zahlen sind nicht bekannt. Nehmen wir weiter an, dass alle monatlich ein Sozialticket für 15 Euro kaufen würden anstatt ein Solo 31 Ticket zu 35 Euro. Damit würde sich bei seiner Einführung ein jährlicher Verlust von 7000 x 20 x 12 Monate = 1.68 Millionen Euro für die infra fürth verkehr gmbh errechnen. Wenn man umgekehrt annimmt, dass sich diese Menschen bislang gar kein Solo 31 Ticket für 35 Euro leisten konnten, nun aber alle das Sozialticket für 15 Euro kaufen würden, errechnet man analog für die infra einen Gewinn von 1.26 Millionen Euro.
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Das „Fürther Modell“ wird den Betroffenen nicht wirklich helfen!

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Leserbrief: Das „Fürther Modell“ wird den Betroffenen nicht wirklich helfen!

Als Teilnehmer an der Podiumsdiskussion über die Einführung eines Sozialtickets in Fürth und als direkt betroffenes Mitglied der Fürther Erwerbsloseninitiative, FEI, muss ich es immerhin als Minimalfortschritt begrüßen, dass sich das gesamte Podium einstimmig zur zwingenden Notwendigkeit eines echten Sozialtickets bekannt hat – 6 Jahre nach der Einführung von Hartz IV und nach 5 Jahren Forderung des Fürther Sozialforums nach einem Sozialticket, sowie 3 Jahre nach der Übergabe von über 13.000 Unterschriften durch das Bündnis Sozialticket. Aber ein Sozialticket gibt es trotzdem nicht, sondern es gibt – vielleicht – das „Fürther Modell“. Nur als „Zwischenlösung“ natürlich, vielleicht auch als (Er-)Lösung vom schlechten Gewissen gegenüber den Betroffenen.
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